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IM Invests

Lernkarten

Anlegerpsychologie

Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.

12 Karten0 Begriffe, 12 Fragen2 Blätter

Blatt 1, Vorderseite

Ein Depot ist um 50 Prozent gefallen. Welcher Anstieg bringt es zurück auf den Ausgangswert?

FrageBeginner

Was beschreibt der Dispositionseffekt?

FrageBeginner

Welche Rolle spielt der eigene Einstandskurs für die Frage, ob eine Anlage heute gehalten werden sollte?

FrageBeginner

Warum schützt das Wissen über Denkfehler allein nicht vor ihnen?

FrageBeginner

Was ist mit „mentaler Buchführung“ gemeint?

FrageFortgeschritten

Warum ist es riskant, größere Bestände an Aktien des eigenen Arbeitgebers zu halten?

FrageFortgeschritten

Untersuchungen finden zwischen der Fondsrendite und dem Ergebnis der Anleger meist rund einen Prozentpunkt pro Jahr Unterschied. Woher stammt diese Lücke?

FrageFortgeschritten

Warum wird empfohlen, seltener ins Depot zu schauen?

FrageFortgeschritten

Blatt 1, Rückseite

Die Neigung, Gewinner zu früh zu verkaufen und Verlierer zu lange zu halten Der Verkauf eines Gewinners bestätigt eine gute Entscheidung, der Verkauf eines Verlierers macht den Fehler endgültig. Gehandelt wird also nach dem Bedürfnis, sich nichts eingestehen zu müssen – nicht nach einer Einschätzung dessen, was die Papiere künftig tun.

FrageBeginner

100 Prozent – der Anstieg wirkt nur noch auf den halbierten Bestand Aus 100 werden 50. Um von 50 zurück auf 100 zu kommen, braucht es eine Verdopplung. Rückgang und Erholung sind nie gleich groß, weil der Anstieg auf einen kleineren Bestand wirkt – das ist Prozentrechnung und der sachliche Kern hinter dem Gefühl, dass Verluste schwerer wiegen.

FrageBeginner

Weil die Muster unter Stress trotzdem greifen – wirksam sind nur vorher festgelegte Regeln Wer die Muster kennt, kann sie hinterher benennen. Im Moment fallender Kurse greifen sie trotzdem, weil sie schnell und unbewusst wirken. Deshalb setzt alles Wirksame vorher an: eine schriftliche Regel oder ein Sparplan trifft die Entscheidung, solange nichts passiert ist.

FrageBeginner

Keine – für die künftige Entwicklung ist er bedeutungslos Was du bezahlt hast, weiß der Markt nicht und beeinflusst die künftige Entwicklung nicht. Der Einstandskurs wirkt trotzdem als Anker: „erst wieder bei null verkaufen“ ist eine der teuersten Regeln überhaupt, weil sie an einer Zahl festhält, die nur in der eigenen Buchhaltung existiert.

FrageBeginner

Weil Einkommen und Vermögen dann am selben Unternehmen hängen und gemeinsam ausfallen können Gerät der Arbeitgeber in Schwierigkeiten, fallen Gehalt und Depotwert gleichzeitig – also genau dann, wenn Rücklagen gebraucht würden. Der Rabatt auf Mitarbeiteraktien ist ein echter Vorteil und rechtfertigt den Kauf; er rechtfertigt nicht, den Bestand dauerhaft aufzubauen.

FrageFortgeschritten

Dass Geld je nach Herkunft in getrennten Schubladen behandelt wird, statt in einer Gesamtrechnung Ein Euro ist ein Euro, egal ob geerbt, gewonnen oder erspart. Die mentale Buchführung trennt ihn trotzdem – und erzeugt Entscheidungen wie einen Kredit zu acht Prozent zu bedienen, während Tagesgeld zu zwei Prozent danebenliegt. Über beide Schubladen zusammen gerechnet wäre der Fall eindeutig.

FrageFortgeschritten

Weil häufiges Nachsehen mehr rote Tage zeigt und dadurch Handlungsdruck ohne neue Information erzeugt Bei täglicher Betrachtung ist etwa die Hälfte aller Tage negativ, bei jährlicher deutlich weniger. Der Informationsgehalt eines einzelnen Tages ist für einen langfristigen Anleger gleich null – der emotionale Gehalt nicht. Mehr Blicke führen nachweislich zu mehr Handel, und mehr Handel kostet.

FrageFortgeschritten

Aus den Zeitpunkten der Ein- und Ausstiege: Es wird nach Anstiegen gekauft und nach Rückgängen verkauft Verglichen wird dieselbe Anlage mit sich selbst: die Wertentwicklung des Fonds gegen die tatsächlich erzielte Rendite seiner Anleger. Die Kosten stecken in beiden Zahlen. Was übrig bleibt, ist das Verhalten – und über eine Ansparzeit kostet ein Prozentpunkt einen erheblichen Teil des Endergebnisses.

FrageFortgeschritten

Blatt 2, Vorderseite

Warum heben sich individuelle Denkfehler im Markt nicht gegenseitig auf?

FrageProfi

Warum lassen sich dokumentierte Anomalien wie Momentum in der Praxis oft nicht in Rendite umsetzen?

FrageProfi

Die Verhaltensökonomie hat die strenge Effizienzmarkthypothese widerlegt. Was folgt daraus praktisch?

FrageProfi

Warum macht der Rückschaufehler die eigene Selbsteinschätzung unbrauchbar?

FrageProfi

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Blatt 2, Rückseite

Weil sie nach Veröffentlichung schwächer werden und Handelskosten, Steuern und lange Durststrecken den Rest aufzehren Folgt genug Kapital einem beschriebenen Effekt, verschwindet der Vorsprung, dem es folgt. Was bleibt, wird von Spread, Gebühren und Abgeltungsteuer auf jeden realisierten Gewinn aufgebraucht. Und eine Strategie, die zehn Jahre zurückliegt, geben fast alle vorher auf – wieder aus psychologischen Gründen.

FrageProfi

Weil sie gleichgerichtet auftreten – Menschen werden zur selben Zeit optimistisch Zufällig verteilte Fehler würden sich im Durchschnitt ausgleichen. Verhaltensmuster sind aber synchron: Dieselben Nachrichten erzeugen bei vielen dieselbe Reaktion. Aus einem individuellen Muster wird dadurch eine Marktbewegung – und mit Kredit im Spiel eine selbstverstärkende.

FrageProfi

Weil der Verlauf im Nachhinein naheliegend erscheint und die damalige Unsicherheit aus der Erinnerung verschwindet Der Rückschaufehler vernichtet die Beweise: Er verändert die Erinnerung an das, was man vorher dachte. Wer sich fragt, ob er Märkte einschätzen kann, befragt damit eine bereits angepasste Erinnerung. Prüfbar wird eine Einschätzung nur, wenn sie vor dem Ereignis mit Datum notiert wurde.

FrageProfi

Wenig: Ein Markt kann unvollkommen und trotzdem schwer zu schlagen sein, weil die Abweichungen klein und teuer zu handeln sind „Nicht vollkommen effizient“ ist nicht dasselbe wie „leicht auszunutzen“. Die nachgewiesenen Abweichungen sind klein, unbeständig und verursachen im Handel Kosten. Für die Praxis bleibt die Schlussfolgerung deshalb dieselbe wie unter der strengen Hypothese.

FrageProfi

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