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Lernkarten

Währungen & Wechselkurse

Acht Karten je Blatt, Vorder- und Rückseite passend gesetzt. Beidseitig drucken, zuschneiden, mitnehmen.

13 Karten1 Begriffe, 12 Fragen2 Blätter

Blatt 1, Vorderseite

Wechselkurs

BegriffWährungen & Wechselkurse

EUR/USD steigt von 1,10 auf 1,20. Was bedeutet das?

FrageBeginner

Welcher Faktor bewegt Wechselkurse kurzfristig am stärksten?

FrageBeginner

Eine US-Aktie steigt um 10 Prozent in Dollar, gleichzeitig steigt EUR/USD von 1,10 auf 1,20. Was ergibt sich für einen Euro-Anleger?

FrageBeginner

Ein weltweit anlegender ETF wird in Euro gehandelt. Trägt er ein Währungsrisiko?

FrageBeginner

Wovon hängen die laufenden Kosten einer Währungsabsicherung ab?

FrageFortgeschritten

Warum ist eine Währungsabsicherung bei Anleihen üblich, bei Aktien dagegen meist nicht?

FrageFortgeschritten

Ein europäischer Konzern macht drei Viertel seines Umsatzes in Dollar. Was folgt daraus für die Währungsaufteilung deines Depots?

FrageFortgeschritten

Blatt 1, Rückseite

Der Euro ist stärker geworden – ein Euro kostet jetzt mehr Dollar Die erste Währung ist die Ware, die zweite der Preis. EUR/USD sagt, was ein Euro in Dollar kostet – steigt die Zahl, ist der Euro stärker. Für einen europäischen Anleger mit Dollar-Anlagen ist das die ungünstige Richtung: Beim Rücktausch bekommt er weniger Euro je Dollar.

FrageBeginner

Der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen.

BegriffWährungen & Wechselkurse

Knapp über null – der stärkere Euro zehrt den Kursgewinn fast vollständig auf Aus 10.000 € werden 11.000 $ zum Ausgangskurs. Die Aktie bringt 12.100 $. Zurückgetauscht zu 1,20 sind das rund 10.083 € – also gut null Prozent. Bei einem Kurs von 1,30 wären es rund sieben Prozent Verlust. Kurs- und Währungseffekt addieren sich nicht, sie multiplizieren sich.

FrageBeginner

Zinsdifferenzen zwischen den Währungsräumen Kapital fließt dorthin, wo es mehr Zins gibt – das wirkt binnen Tagen. Inflationsunterschiede und Kaufkraft wirken über Jahrzehnte, die Handelsbilanz über Monate bis Jahre. Und in Krisen setzt sich die Flucht in sichere Häfen über alles andere hinweg.

FrageBeginner

Von der Zinsdifferenz zwischen beiden Währungsräumen Der Terminkurs folgt der Arbitragefreiheit, nicht einer Prognose: Er entspricht dem Kassakurs, angepasst um die Zinsdifferenz. Genau diese Differenz sind die Kosten. Bei zwei Prozentpunkten Zinsvorsprung des Dollars kostet die Absicherung rund zwei Prozent im Jahr – unabhängig davon, wohin der Kurs läuft.

FrageFortgeschritten

Ja – die Handelswährung ist nicht das Währungsrisiko; entscheidend ist, worin die Unternehmen wirtschaften Der ETF hält Aktien von Unternehmen, die überwiegend in Dollar bilanzieren. Fällt der Dollar, fällt der Eurowert dieser Beteiligungen – die Euro-Notierung rechnet das nur um. Umgekehrt trägt ein in Dollar gehandelter Europa-ETF kein nennenswertes Dollarrisiko.

FrageBeginner

Wirtschaftlich ist es zu drei Vierteln eine Dollarposition; der Sitz ändert daran nichts Die echte Währungsaufteilung folgt der Umsatzwährung, nicht dem Sitzland und nicht der Handelswährung. Deshalb steht sie in keiner Depotübersicht – dort wird die Handelswährung ausgewiesen, also die falsche Größe. Die Übung, sie einmal selbst zu ermitteln, ist die aufschlussreichste zu diesem Thema.

FrageFortgeschritten

Weil bei Anleihen die Währungsschwankung die erwartete Rendite deutlich übersteigt, bei Aktien die Marktschwankung dominiert Bei einer Anleihe mit drei Prozent Rendite würde eine Währungsbewegung von zehn Prozent das Ergebnis vollständig bestimmen – dort ist Absicherung sinnvoll. Bei Aktien schwankt der Markt selbst stärker als die Währung; die laufenden Kosten der Absicherung verschlechtern das Ergebnis dann über lange Zeiträume eher.

FrageFortgeschritten

Blatt 2, Vorderseite

Worin unterscheiden sich Schwellenländeranleihen in Lokalwährung von solchen in Hartwährung?

FrageFortgeschritten

Welche der Paritätsbedingungen gilt praktisch immer und warum?

FrageProfi

Worauf beruht der Carry-Trade?

FrageProfi

Wie wirksam sind Notenbankinterventionen am Devisenmarkt?

FrageProfi

Was ist die praktisch wirksamste Form der Währungsabsicherung für einen Privatanleger?

FrageProfi

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Blatt 2, Rückseite

Die gedeckte Zinsparität – sie ist eine Arbitragebedingung, keine Verhaltensannahme Der Terminkurs muss der Zinsdifferenz entsprechen, sonst ließe sich risikolos Geld verdienen – das ist keine Theorie über Verhalten, sondern Arbitrage. Größere Abweichungen traten nach 2008 auf und wurden zum Indikator für Stress im Bankensystem. Die Kaufkraftparität wirkt nur über Jahrzehnte, die ungedeckte Zinsparität gar nicht.

FrageProfi

In Lokalwährung trägst du das Währungsrisiko; in Hartwährung trägt es der Emittent, was sein Ausfallrisiko erhöht Das Risiko verschwindet nicht, es wechselt die Seite. Bei Lokalwährungsanleihen liegt es beim Anleger und wird über höhere Kupons vergütet. Bei Hartwährungsanleihen muss der Emittent in einer Währung zahlen, die er nicht selbst herstellt – genau die Konstellation, an der Staaten in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

FrageFortgeschritten

Gegen einen anhaltenden Trend selten dauerhaft – Reserven sind endlich, der Markt ist es nicht Die Devisenreserven eines Landes sind begrenzt, der Markt ist es nicht – der tägliche Umsatz übersteigt den aller Aktienmärkte zusammen um ein Vielfaches. Wirksamer sind koordinierte Interventionen mehrerer Notenbanken und solche, die eine ohnehin drehende Entwicklung verstärken.

FrageProfi

Darauf, dass Hochzinswährungen im Durchschnitt nicht so abwerten, wie es die ungedeckte Zinsparität verlangt In einer Niedrigzinswährung aufnehmen, in einer Hochzinswährung anlegen, die Differenz vereinnahmen. Das funktioniert über Monate und Jahre und bricht dann abrupt zusammen – dasselbe Ertragsprofil wie beim Verkauf von Volatilität. Das ist zugleich die beste Erklärung: Die Zinsdifferenz ist keine Anomalie, sondern die Vergütung eines Risikos.

FrageProfi

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In der eigenen Verbrauchswährung zu planen und die Fremdwährungsquote danach zu bemessen Wer seinen Ruhestand in Euro verbringt, sollte seine Verpflichtungen in Euro rechnen. Die Quote folgt dann aus dieser Planung – nicht aus einer Einschätzung darüber, wohin der Dollar läuft. Diese Einschätzung hat noch niemand verlässlich hinbekommen; der Devisenmarkt ist der Ort, an dem die meisten Prognosen scheitern.

FrageProfi

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