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Rekord-Wetten auf Bitcoin: Ein Warnsignal statt eines Kaufsignals

Ein Ticker meldet Rekord-Wetten auf Bitcoin als Risiko für die laufende Erholung. Was gehebelte Positionen mit Kursschwankungen zu tun haben.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Ein Ticker von finanzen.net meldete um 3:28 Uhr, Rekord-Wetten auf Bitcoin würden die laufende Erholung des Kurses bedrohen. Zum Zeitpunkt der Meldung notierte Bitcoin laut der Kursleiste derselben Seite bei rund 54.535 US-Dollar, ein Plus von 0,5 Prozent.

Was mit „Wetten“ typischerweise gemeint ist

Die Meldung erklärt nicht, welche Positionen genau gemeint sind. An Krypto-Terminmärkten ist mit „Wetten“ meist von gehebelten Long-Positionen die Rede – Anleger leihen sich zusätzliches Kapital, um mit mehr Einsatz auf steigende Kurse zu setzen, als ihr eigenes Geld hergäbe. Steigt der Kurs, vervielfacht der Hebel den Gewinn; fällt er, vervielfacht derselbe Hebel den Verlust und kann Positionen zwangsweise auflösen.

Warum ein Rekord bei den Wetten ein Warnsignal sein kann

Ein historisch hoher Bestand an gehebelten Long-Positionen bedeutet: Viel Kapital wettet in dieselbe Richtung. Kippt der Kurs auch nur kurz, können reihenweise Zwangsverkäufe ausgelöst werden, die den Rückgang verstärken – ein Mechanismus, der bei Bitcoin in der Vergangenheit wiederholt zu schnellen, scharfen Einbrüchen geführt hat. Ob genau das gerade der Fall ist, lässt sich aus der Kurzmeldung allein nicht ablesen.

Was daraus folgt: Ein Warnsignal ist keine Prognose. Es zeigt lediglich, dass die Ausgangslage anfälliger für Übertreibungen in beide Richtungen geworden ist – nicht, wann oder ob sich das entlädt.

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