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Euro kratzt an 1,17 Dollar – und pendelt gleich wieder zurück

Der Euro stieg gestern erstmals seit drei Monaten über 1,17 Dollar. Heute früh liegt er wieder knapp darunter.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Gestern meldete dpa-AFX über wallstreet-online einen kleinen Meilenstein: Der Euro stieg erstmals seit drei Monaten über 1,17 US-Dollar. Heute früh, gegen 4:02 Uhr, zeigt dieselbe Quelle das Paar EUR/USD bei 1,16914 Dollar – ein Plus von 0,11 Prozent auf den Vortag, aber wieder knapp unterhalb der Marke von gestern.

Eine Marke ist kein Trend

Schlagzeilen greifen gern runde oder historische Marken auf, weil sie sich gut zusammenfassen lassen. Für die Frage, wohin ein Wechselkurs über Wochen tendiert, sagt ein einzelnes kurzes Überschreiten wenig aus – der Kurs kann die Marke streifen und noch am selben Morgen wieder darunter notieren, wie es hier der Fall ist.

Der Franken macht dem Yen etwas Ähnliches vor

Eine zweite, unabhängige Meldung derselben Übersicht bringt den Schweizer Franken ins Spiel: Er soll dem japanischen Yen im Geschäft mit sogenannten Carry-Trades den Rang ablaufen. Bei einem Carry-Trade leihen sich Anleger Geld in einer Währung mit niedrigem Zins – lange war das der Yen – und legen es in einer höher verzinsten Währung an. Welche konkreten Zahlen hinter der Ablösung stehen, nennt die Kurzmeldung nicht.

Was daraus folgt: Eine Schlagzeile über eine überschrittene Marke ist ein Zustand zu einem Zeitpunkt, kein Beweis für eine Richtung. Wer eine Position auf Basis einer einzelnen Kursmarke plant, sollte sich klarmachen, dass der Kurs diese Marke oft noch am selben Tag wieder verlässt.

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