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Geldanlage

Starke Jobdaten drücken Gold – der Ölpreis bleibt stabil

Der überraschend robuste US-Arbeitsmarktbericht ließ den Goldpreis laut Goldreporter einbrechen. Öl bewegte sich in die andere Richtung.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Während VW und die europäischen Indizes den starken US-Jobbericht gut wegsteckten, traf er den Goldpreis direkt: Goldreporter titelte am Freitag „Goldpreis bricht ein“ und schreibt dazu wörtlich: „Der Goldpreis gibt nach, während die Zinserwartungen steigen.“

Auf der Kursleiste von finanzen.net stand Gold am Samstagmorgen bei 4.429 US-Dollar, ein Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem Referenzwert. Öl (Brent) bewegte sich zur gleichen Zeit mit 96,28 US-Dollar um 0,8 Prozent nach oben – also in die entgegengesetzte Richtung.

Zwei Rohstoffe, zwei Logiken

Gold zahlt keine Zinsen. Steigen die Zinserwartungen – etwa weil ein robuster Arbeitsmarkt Zinssenkungen unwahrscheinlicher macht –, wird eine verzinste Anlage im Vergleich attraktiver, und Gold verliert relativ an Reiz. Öl folgt einer anderen Logik: Hier zählen in erster Linie Angebot und Nachfrage, nicht die Zinserwartung.

Eine Meldung, die dazupasst – aber nicht verknüpft ist

Passend dazu kursierte am Freitag eine weitere Meldung: Russlands Ölproduktion dürfte laut einer Analyse von Société Générale auf ein 17-Jahres-Tief fallen. Ob das etwas mit der Preisbewegung an diesem konkreten Tag zu tun hat, sagt die Meldung nicht – sie steht für sich, als möglicher Hintergrund für ein knapperes Angebot, nicht als Erklärung für den Freitag.

Was daraus folgt: Wer Gold und Öl in einen Topf wirft, weil beide „Rohstoffe“ heißen, übersieht, dass sie auf ganz unterschiedliche Nachrichten reagieren. Ein Blick auf eine einzelne Ein-Tages-Bewegung sagt zudem wenig darüber, wohin sich ein Preis über Wochen entwickelt.

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