Ein Nachrichtenticker wirft heute früh eine Frage auf, die sich viele Sparer stellen, sobald sie Zinsprodukte vergleichen: Wann lohnt sich ein Geldmarkt-ETF mehr als ein Anleihen-ETF? Die Meldung selbst liefert dazu keine Details – Grund genug, den Unterschied einmal grundsätzlich zu klären.
Der entscheidende Unterschied heißt Duration
Ein Geldmarkt-ETF hält Papiere mit sehr kurzer Restlaufzeit, oft nur wenige Wochen oder Monate. Steigen oder fallen die Zinsen, wirkt sich das kaum auf den Kurs aus – die Duration, also die Zinssensitivität, ist minimal. Ein Anleihen-ETF mit längeren Laufzeiten reagiert dagegen deutlich stärker: Fallende Zinsen lassen seinen Kurs steigen, steigende Zinsen lassen ihn fallen.
Zwei verschiedene Wetten auf die Zukunft
Wer erwartet, dass die Zinsen fallen, kann mit einem länger laufenden Anleihen-ETF von den steigenden Kursen profitieren – trägt dafür aber das Risiko, bei steigenden Zinsen Kursverluste zu erleiden. Wer dagegen kurzfristig Geld parkt oder Schwankungen möglichst vermeiden will, fährt mit einem Geldmarkt-ETF ruhiger: Der Ertrag folgt eng dem aktuellen Leitzins, dafür bleibt die Chance auf zusätzliche Kursgewinne aus.
Was daraus folgt: Die Frage „Geldmarkt- oder Anleihen-ETF“ lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern nur mit Blick auf den eigenen Anlagehorizont und die eigene Zinserwartung. Wer beides nicht genau kennt, sollte sich vor der Wahl klarmachen, wie viel Kursschwankung er für eine mögliche Zusatzrendite in Kauf nehmen will.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/geldmarkt-etf-oder-anleihen-etf-der-unterschied/