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Vorsorge

Norwegens Staatsfonds schlägt vor: weniger US-Staatsanleihen, mehr Unternehmensanleihen

Norwegens 2,3-Billionen-Dollar-Staatsfonds will laut Handelsblatt den Anteil von US-Staatsanleihen in seinem Referenzindex von 70 auf 50 Prozent senken.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Der norwegische Staatsfonds NBIM verwaltet umgerechnet 2,3 Billionen Dollar – und seine Verwaltung schlägt laut Handelsblatt eine deutliche Umschichtung vor: Der Anteil von Staatsanleihen im eigenen Referenzindex soll von 70 auf 50 Prozent sinken.

Was das in Dollar bedeutet

Ende Juni hielt der Fonds rund 215 Milliarden Dollar an US-Staatsanleihen. Die neue Zielquote entspräche laut Berechnungen im Artikel einem Abbau von fast 80 Milliarden Dollar. Konkret soll der Anteil reiner US-Staatsanleihen am US-Portfolio von 34,1 auf 21,9 Prozent sinken, während nichtstaatliche US-Anleihen, etwa Unternehmensanleihen, von 16,2 auf 27,6 Prozent steigen sollen. Der gesamte Dollar-Anteil des Fonds bleibt dabei mit rund 52,5 statt 52,9 Prozent nahezu unverändert.

Ein Vorschlag, kein Beschluss

Die Umschichtung soll laut Handelsblatt schrittweise erfolgen und ist bislang ein Vorschlag der Fondsverwaltung, kein gefasster Beschluss.

Was daraus folgt: Wer Staatsanleihen gegen Unternehmensanleihen tauscht, tauscht in der Regel etwas Sicherheit gegen etwas mehr erwartete Rendite – Unternehmensanleihen tragen ein Ausfallrisiko, das US-Staatsanleihen in dieser Form nicht haben. Dass der Dollar-Anteil insgesamt gleich bleibt, zeigt: Es geht dem Fonds nicht darum, aus dem Dollar auszusteigen, sondern darum, innerhalb des Dollar-Portfolios anders zu gewichten.

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