Polens Notenbank kauft weiter Gold: Sie peile inzwischen 700 Tonnen in ihren Reserven an, meldete Goldreporter auf seiner Startseite. Auch China und andere Brics-Staaten stockten ihre Goldbestände zuletzt massiv auf, berichtete wallstreet-online am Freitag unter Berufung auf eigene Recherche.
Auf der anderen Seite der Bilanz steht eine Meldung, die zur selben Zeit auf Goldreporter zu lesen war: Norwegens Staatsfonds wolle US-Anleihen im Wert von fast 80 Milliarden Dollar verkaufen.
Zwei Wege, Reserven zu halten
Beide Bewegungen betreffen dieselbe Grundfrage: Wie verteilt ein staatlicher Akteur seine Reserven zwischen Gold und verzinsten Dollar-Anleihen? Gold zahlt keine Zinsen, gilt aber als unabhängig von der Kreditwürdigkeit eines einzelnen Schuldners. Staatsanleihen werfen Zinsen ab, hängen aber am Vertrauen in den Aussteller und an dessen Währung.
Dass Notenbanken wie die polnische seit Jahren Gold zukaufen, während ein Staatsfonds wie der norwegische zeitgleich einen großen Anleihenposten verkleinern will, zeigt vor allem, dass es hier keine einheitliche Antwort gibt – unterschiedliche Institutionen mit unterschiedlichen Aufgaben treffen unterschiedliche Entscheidungen.
Was in der neuen Woche ansteht
Zum Wochenausklang lohnt ein Blick voraus: Am Montag, den 14. September, spricht laut Wirtschaftskalender von wallstreet-online EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel – eine Uhrzeit nennt der Kalender dafür nicht.
Quellen
- wallstreet-online, Rohstoffnachrichten vom 11.09.2026, wallstreetONLINE Redaktion
- Goldreporter, Top-News, Stand 12.09.2026, 04:45 Uhr
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