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Vorsorge

Rentenlücke: Jede zweite Person unterschätzt den eigenen Bedarf

Die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil des letzten Nettoeinkommens. Wer die Lücke nicht kennt, kann sie nicht schließen.

Redaktion IM InvestsAktualisiert am 22. Juli 20265 Min. Lesezeit

Die gesetzliche Rente ist als Basisversorgung angelegt, nicht als vollständiger Ersatz des Arbeitseinkommens. Zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der späteren Rente bleibt eine Differenz – die Rentenlücke.

Warum die Renteninformation täuscht

Der Betrag auf der jährlichen Renteninformation ist ein Bruttowert von heute. Drei Dinge kommen noch dazu: Auf die Rente fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an, Renten sind zu einem steigenden Anteil steuerpflichtig, und die Inflation entwertet den Betrag bis zum Rentenbeginn.

Aus 1.600 Euro brutto können so real 1.100 Euro werden – und mit diesem Wert muss der Bedarf verglichen werden, nicht mit dem Bruttobetrag.

So schätzt du deinen Bedarf

  • Wohnen: Miete oder – bei abbezahlter Immobilie – Instandhaltung, Grundsteuer und Nebenkosten.
  • Laufende Lebenshaltung: Häufig etwas niedriger als im Erwerbsleben, weil Berufskosten wegfallen.
  • Gesundheit: Steigt mit dem Alter, oft unterschätzt.
  • Einmalige Posten: Auto, Renovierung, Reisen – nicht monatlich, aber sie summieren sich.

Die Lücke wird nicht kleiner, wenn man wartet

Jedes Jahr, das früher begonnen wird, senkt die nötige monatliche Sparrate überproportional – weil die Erträge selbst wieder Erträge erzielen. Wer mit 30 statt mit 40 beginnt, braucht für dasselbe Endvermögen deutlich weniger als die Hälfte der Rate.

Schlagwörter

  • Rente
  • Rentenlücke
  • Altersvorsorge

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